Veranstaltungen 2004

Ansegeln 2004

Am 1. Mai veranstaltete der Segelclub Rust (SCR) vormittags vor Fahnenmast und Clubhaus und nachmittags mit dem Burgenländischen Yachtclub (BYC) auf dessen Clubgelände zur Saisoneröffnung das traditionelle Ansegeln.

Vor unserem Fahnenmast versammelten sich über 20 Mitglieder und Freunde zum Hissen der Clubfahne unter den Klängen des "Sail-Songs", die aus dem Lautsprecher kamen. Dieser Fahnenmast wurde heuer zum letzten Mal genutzt, denn im Sommer wird ein neuer Fahnenmast vor dem Clubhaus stehen.

Anschließend spazierten wir zum Clubhaus, das sich noch im Bau befand, zur Besichtigung. Richard und Margarete Jahrbacher haben Bier und Brötchen spendiert. Erwin Nigl erklärte den begeisterten Mitgliedern den Werdegang des Clubhauses, das als Kommunikationszentrum und als Sportstätte errichtet wird. Wir planen, unser Clubhaus beim Sommerfest feierlich zu eröffnen.

Frühnachmittags haben wir zusammen mit dem BYC die neue Saison mit dem Ansegeln eröffnet. Immerhin 9 von 23 Booten stammten vom SCR. Gesegelt wurde eine Wettfahrt ohne Wertung für den SCR-Cup. Vom Nenngeld gab's nach dem Zieleinlauf Spanferkel für die Teilnehmer. Die Wettfahrt war gelockert, das Wetter sonnig und teilweise sehr windig, und auch die Zuschauer hatten Spaß am Geschehen.

Einzig, was uns an diesem schönen Tag Sorge bereitete, war der Wasserstand des Sees, der zu dieser Zeit noch nicht das Vorjahresniveau erreicht hatte. Vielleicht irgendwie trübe Aussichten – zumindest für die großen Boote. Jedoch lasst uns optimistisch bleiben.

Unser Dank geht an den BYC für die freundschaftliche Einladung und nachbarschaftliche Gastfreundschaft.

Zum Abschluss des heutigen Tages saßen wir noch lange im Campingrestaurant Rust.

  

  

Empfang im Seehof Rust 2004

Samstag, den 8. Mai 2004 hat die Freistadt Rust uns zu einem Empfang im Seehof Rust gebeten.

Über 25 Mitglieder folgten dieser Einladung.

Der Bürgermeister, Harald Weiss, betonte den freundlichen Charakter der Beziehung der Freistadt zum Segelclub Rust. Der Obmann, Mag. Gerhard Ettlinger, bedankte sich für die Einladung und übermittelte sportliche Grüße aller Mitglieder.

Selbstverständlich war unser Clubhaus, das mit Hilfe vieler fleißiger Hände bald fertig sein wird, ein Hauptthema. Der gute Ruster Wein wurde wieder gelobt.

Die Mitglieder fühlten sich wohl, ihnen war die Freude auf die kommende Segelsaison anzumerken.

Fahrtensegeln Breitenbrunn 2004

Samstag, den 15. Mai 2004 hat der Yachtclub Breitenbrunn die Yacht- und Segelclubs am Neusiedler See eingeladen, die Saisoneröffnung mitzufeiern.Um 15:00 Uhr erfolgte der Start zum "1. Goldenen Schilfrohr", eine Serie von acht Wettfahrten, die vom YCBb durchgeführt wird. Start und Zieleinlauf konnten vom Schiff "Josef Haydn" aus beobachtet werden. Etwa 30 Personen wurden an Bord auf Einladung des ÖHYC verköstigt. Vor der Siegerehrung gab es Freibier im Clubhaus. Wir bedanken uns beim YCBb und ÖHYC für die Gastfreundschaft und für die Mitfahrgelegenheit. Leider haben nur wenige Mitglieder des SCR diese sportliche Veranstaltung besucht.

  

SCR-Preisschnapsen 2004

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Zudrehen oder nicht, das ist die Frage.

Der Segelclub Rust veranstaltete am 5. Juni ein Preisschnapsen im Campingplatz-Restaurant Rust. Die ersten drei Preise wurden bar ausbezahlt und weitere schöne Sachpreise sowie ein Trostpreis für die letzten vier Spieler waren zu gewinnen.

Es war ein lustiger und spannender Event. Neun Mitglieder von insgesamt 24 Teilnehmern mischten die Karten. Je zwei Spieler saßen sich gegenüber. In vier Runden wurde "getippelt", was das Zeug hielt. Harte Konkurrenz galt es zu schlagen. Es war manchmal nicht einfach, denn so mancher, vorerst als Anfänger angesehene Kartenzugeber, erwies sich im schon Verlauf der Vorrunden als fast unüberwindbarer Spitzenspieler, dem nicht nur die Karten hold waren, sondern der auch genau wusste, wann er zudrehen musste und dies auch beinhart durchführte. Über vier Stunden wurde unter der Aufsicht der Schiedsrichter, Gerhard Reithmayr und Rudolf Pickl, gespielt. Dann standen in der Endrunde die Sieger - alles Clubmitglieder - fest. Den ersten Preis erhielt Andreas Jünger, den zweiten Preis bekam Hans Bruckner und der dritte Preis ging an Siegfried Scherleithner, der auch viele Sachpreise zur allgemeinen Freude der Mitspieler spendete.

Also, man kann sagen, Mitglieder des Segelclubs Rust zeigten, wann der Bartl zudreht. Sind Segler gute Schnapser? Selbstverständlich nicht immer, aber immer öfter. Und vielleicht sitzen Steuermann und Vorschoter einmal während einer Regatta in der Plicht und schnapsen sich den für sie günstigsten Kurs aus – aber das ist eine andere Geschichte.

     

Sommernachtsfest 2004

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Der Segelclub Rust veranstaltete sein Sommernachtsfest 2004 auf ganz besonders erfreuliche Art. Wir konnten dieses jährliche Fest mit dem Termin der Fertigstellung unseres neuen Clubhauses zusammenfassen. Bis abends wurde trotzdem fleißig vorbereitet.

Freitag, den 25. Juni, ab 19:00 Uhr ging's los. Das Wetter war sehr freundlich zu uns, es hörte nachmittags um 14:30 Uhr zu regnen auf. Grosse Erleichterung. Viele kamen, nicht nur wegen des ausgezeichneten Essens oder wegen der Bar. Nein, die Sensation des Abends war ein Mann mit seinem Keyboard. Unser Mitglied, Kurt Schweiger, bot uns als "Mr. Music" beste Unterhaltung. Er brachte Stimmung für Jung und Alt, und wir freuen uns über seine Art, wie er Fröhlichkeit und Musikalität gekonnt zusammenfügte. Er lieferte Tanzmusik pur - danke Kurt, wir waren begeistert von Dir!

Empfang: Kommen Sie nur weiter!
Mr. Music
Einweihung Clubhaus

Samstag, den 26. Juni, um 18:00 Uhr begann dann der offizielle Teil der Veranstaltung. Diakon Priller nahm die feierliche Einweihung des Clubhauses vor. Ab 19:00 Uhr begann die "juke-box revival band" zu spielen. Schön langsam füllte sich der Platz vor dem Clubhaus mit Gästen. Für Speis und Trank war gesorgt, und alle griffen fest zu. Die teils hochwertigen Preise der Tombola wurden verteilt. Dämmerung zog über die Ruster Bucht, dann wurde es dunkel.

Eine Stimme erklang laut und kräftig, und dann kam sie aus der Nacht - Tina Turner. Von Bord eines Seglers sprang sie an Land, das Mikro noch immer in der Hand, und das Publikum tobte. Wenn sie auch nicht die echte Tina war, dann hatte sie als Double ebenso die gleiche Ausstrahlung wie die Rock-Oma.

Zusammenfassend kann wieder einmal festgestellt werden, dass der Segelclub Rust seine Feste erfolgreich feiert.

Tina Turner Imitation
        

Oktagon - Segelwochenende 2004

MASTER OF DESASTER SEEIGEL HRAVATSKI

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Das Wochenende, 10. und 11. Juli 2004, widmete der Segelclub Rust dem seglerischen Spaß. Lustig sollte es hergehen, und es war heiter, launig und freudenvoll. Ein "Segel-Oktagon" wurde ausgeschrieben für Junge, nicht mehr ganz so Junge, Sportliche, Gemütliche, Familien und Segler mit Boot. Acht Bewerbe haben Christian, unser Oberbootsmann, zusammen mit Traude vorgesehen. Bei der Registrierung konnten in 7 Booten 7 Teams zusammengestellt werden. Sie gaben sich die Namen: Dagobert, Hravatski, Master of Desaster, Phips, Seeigel, Seeperle und Zugvogel. Christian wünschte sich mehr Teams, aber es hat halt nicht sein sollen, so blieb die Hetz im kleinen Kreis. Dieser Bericht wird mit Fotos ergänzt, die oftmals, wie man so schön sagt, mehr erzählen als Worte.

  • UnaOne:
  • Samstagnachmittags erfolgte der Start zu einer kurzen Wettfahrt von den Schoppen zur Luvboje mit Runden der Schotterinsel bei einem auffrischenden Wind NNW bis NW, wobei die Wettfahrtsregeln nicht so ernst ausgelegt wurden. Zu den Besonderheiten dieser Wettfahrt gehörte die vertriebene Luvboje, die auf die Schotterinsel zurollte und vom Startschiff geborgen werden konnte. Somit war das Startschiff kurze Zeit in die Wettfahrt eingebunden und erreichte – wenn man es pointiert ausdrücken will – auf der Rückfahrt einen beachtenswerten Platz. Trotzdem gelang es Christian, hurtig eine Ziellinie auszulegen, durch die dann die Boote segelten. Schön und spannend war's. Für Frau an Bord und für Frau an der Pinne wurden Sonderpunkte vergeben. Ein Zugvogel kenterte nach Ende der Wettfahrt. Die Mannschaft wurde von den Booten aufgenommen und mit der Bergung des Zugvogels wurde die Segelschule von uns beauftragt. Auch die Feuerwehr war gekommen und hat geholfen. Somit endete dieser Nachmittag für drei Segler mit einem kalten und unfreiwilligen Bad im See. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Kompliment an die drei Segler, abends waren sie wieder wohlauf und feierten den Ausklang dieser Wettfahrt mit den anderen Teilnehmern im Clubhaus. Mitgebrachtes wurde gegrillt, alkoholfreie Getränke sowie Wein und Bier (Dank an Kurt Kirnbauer für die Spende) gehörten dazu.

    letzte Startvorbereitungen gekentert!

    Sonntagvormittag wurde die Veranstaltung fortgesetzt. Alle waren vom gestrigen Tag erholt. Heute diente das Clubhaus als Kulisse. Die folgenden Bewerbe hatten als gemeinsamen Nenner das Leben an Bord, und was sich so tut, wenn etwas geschieht.

    Lebensmittelwerfen!
  • BissoTwo:
  • Smutjes Weitwurf. Auf einem Schiff sind alle Lebensmittel ausgegangen. Bei widrigem Wetter können die Lebensmittel nur geworfen werden. Wer am weitesten mit rohen Eiern (das sind die Lebensmittel) auf den Partner wirft und das Ei nicht zerbricht, erhält die höchsten Punkte. Selbstverständlich wurde nicht geworfen, sondern eher vorsichtig geschupft, was sich wieder mit der Entfernung änderte. Na, bei fünf Meter Entfernung ist das nicht mehr so einfach.

  • TerraThree:
  • Seemannsrettung. Ein Seemann ist ins Wasser gefallen und muss gerettet werden. Mit einem 22 Meter langen Seil musste der gegenüber stehende Seemann das geworfene Seil fangen. Bei 3 Versuchen zählte der weiteste gefangene Wurf. Nicht leicht, obwohl es leicht aussieht. Geübte Lassowerfer hatten einen kleinen Vorteil, wenn jedoch der Fänger es nicht schafft, nutzt es gar nix.

    Seemannsrettung
    Genug Wasser? Löschen!
  • FarteFour:
  • Zielschiffern. Ein Boot brennt und muss gelöscht werden. Mit einer Lenzpumpe wurde Wasser ca. 3 Meter gespritzt und musste dort vom Partner mit einem Kübel aufgefangen werden. Dieser Kübel wurde dann in einen kleinen Krug umgeleert, und sobald dieser Krug voll war, wurde die Zeit gestoppt. Lenzpumpen muss man erst einmal können (einmal durfte man probeweise pumpen). Dieser Bewerb entwickelte sich zu einer gewaltigen Spritzorgie, sehr zum Vergnügen des lachenden Publikums.

  • PantaFive:
  • Navigators – 8tung. Es stürmt, und du verstehst kein Wort. Dein Segelkamerad fährt mit seinem Boot neben dir. Er will dir etwas sagen, einen Begriff deuten. Jede Mannschaft musste zwei Begriffe ziehen und ohne Sprache darstellen. Die Mannschaft, die als erste diesen Begriff errät, bekommt einen Punkt (dargestellt durch einen Ball). Beispiele gefällig?: Badehose, Tauchermaske, Katzenhai, Landzunge, Seepferd, Nordlicht, Donnerschlag, Rufzeichen, Meerjungfrau, Wasserpistole. Das klang wie Fernsehen ohne Ton, unterstützt mit manchmal wilden, oft verzweifelten Gestikulationen.

    was wollt ihr sagen?
    Seglerhockey
  • SoxiSix:
  • Seglerhockey. Auch Segler haben frei, und vertreiben sich ihre Zeit gerne mit einem Spiel. Vorgesehen war dieser Bewerb mit einer Spiere (allgemeine Bezeichnung für ein Rundholz mit Ausnahme des Mastes oder Sammelbezeichnung für Stangen. Uns friedlichen Seglern ist in diesem Zusammenhang der Enterhaken bekannt, der früher auch verwendet wurde, um ein feindliches Schiff heranzuholen, um es gewaltsam zu stürmen.) von Bord und einem Fender. Wir haben diesen Bewerb jedoch mit alten Zeltstangen und Tennisbällen ausgeführt. Das war eindeutig das rasantste Spiel vor dem Clubhaus, verlangte Geschicklichkeit und Drippelkünste mit der Stange. Als Wendeboje diente eine Weinflasche. Das Publikum tobte.

  • SetteSeven:
  • Verfolgungsegeln. Dieser Bewerb auf dem See wurde wegen Flaute, Regen und einem Wetterbericht mit viel Wind sowie wegen dem turbulenten Vortag von der Wettfahrt/Spielleitung abgesagt und gestrichen. Zustimmendes Nicken seitens aller Teilnehmer.

  • OktaEight:
  • Kapitäns Wort. Der Kapitän hat immer Recht. Seine Befehle müssen befolgt werden. Was sagt er jedoch zu seiner Mannschaft, wenn diese meutert und ihm droht, ihn auf der Schotterinsel auszusetzen? Die originellsten Ansprachen wurden von der Jury bewertet. Also, wie sich da mancher Capitano aufführte, reichte vom winselnd um Gnade wimmern bis zur Drohung, die Crew kurzerhand in den Kühlschrank im Clubhaus einzusperren. Käpt'n Blight schau auffi!

    Jede Mannschaft durfte noch einen Bewerb streichen (gelb). Somit musste um den 3. Platz noch ein Stechen durchgeführt werden. Der Bewerb TerraTree, Seemannsrettung, wurde noch einmal zwischen dem Team Hravatski und dem Team Phips mit drei Seilwürfen ausgetragen. Der Knabe Phips fing das Seil einmal mehr als sein Kontrahent und machte aus Freude darüber einen Luftsprung über die Treppe. So sehen Sieger – und hoffentlich unser Nachwuchs – aus.

    Skippers Bittgesuch Phips, das hast du gut gemacht!
      

    Ergebnis Oktagon - Segelwochenende 2004

    die siegreichen Drei
      

    Platz

    Team

    Bojenwett-
    kringeln & fischen

    Smutjes Weitwurf

    Seemanns-rettung

    Ziel-schiffern

    Naviga-tors

    8 ung

    Segler-hockey

    Verfol-gung-segeln

    Kapitäns Wort

    Ste-chen

    Ge-samt

    1

    Dagobert

     

    7+1

    7

    2

    6

    2

    3

    X

    3

     

    29

    2

    Seeperle

     

    2+1

    3

    5

    5

    2

    5

    X

    7

     

    28

    3

    Phips

     

    1+1

    5

    7

    7

    1

    4

    X

    2

    +

    27+

    4

    Hravatski

     

    6

    5

    5

    3

    2

    2

    X

    6

    °

    27

    5

    Master of Desaster

     

    5+1+ 1/2

    4

    1

    2

    4

    6

    X

    4

     

    26 +1/2

    6

    Seeigel

     

    3+1+1

    1

    4

    1

    2

    7

    X

    5

     

    24

    7

    Zugvogel

     

    4+1

    2

    3

    4

    2

    1

    X

    1

     

    17

    vierter bis siebenter Platz
      

    Fahrtensegeln Fertörakos 2004

     SCR-Flotte in der Marina Fertörakos SCR-Flotte in der Marina Fertörakos

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    Das Wochenende 14. bis 15. August war für uns Fahrtensegler wieder ein besonderes Ereignis. Auf dem Programm stand ein Ausflug mit Mannschaft und Segelboot in den Hafen Fertörakos, nahe der österreichischen Grenze. Selbstverständlich wäre der Hafen auch innerhalb einer Stunde über Klingenbach per Auto zu erreichen, aber wir Segler benutzen lieber die Wasserstraße. Dass trotzdem einige mit dem Töfftöff anreisten, lag an Terminschwierigkeiten und auch am Wunsch, trotzdem dabei zu sein

    Ehrenobmann Franz Pabisch hatte die Aufgabe übernommen, das Wochenende zu organisieren. Zu Hilfe kam ihm Kurt Schweiger, der sich bereit erklärte, die Veranstaltung musikalisch zu begleiten. Sven Reiger, der neue Besitzer des Yachthafens Fertörakos, sagt Franz volle Unterstützung zu und arbeitete mit ihm ein Programm aus. Er informierte die Grenzstation über die große Zahl der einklarierenden Boote. Der ungarische Zahnarzt hat Sven die Hafenanlage verpachtet. Daher fanden die Abendveranstaltung und das Frühstück nicht im Restaurant des Yachtclubs, sondern im von Sven und seinem Team bereits umgebauten Yachtservicegebäude statt. Nach der Aussendung der Einladungen stiegen die Anmeldungen auf erfreuliche 65 Personen mit 30 Booten.

    danke Franz! - danke Kurt!

    endlich angekommen einmal strecken - tut das gut!

    Der 14. August war ein schöner und sehr windiger Tag. Die Wettervorhersage klang von der Windstärke eher nicht gut: Grundwind 4 Bf. mit sehr starken Böen, Windrichtung NNW, eine Schlechtwetterfront zieht von Tschernobyl nach Süden und streift den Neusiedler See. Das könnte auch der Grund gewesen sein, dass sich die Anmeldungen an diesem Tag von 30 auf 23 Boote reduzierte. Um 9:30 Uhr kamen die Teilnehmer zur Vorbesprechung ins Clubhaus des SCR. Zwei Dinge galt es zu beachten: Der Kanal hinter der Seebühne Mörbisch solle nicht im engen Pulk durchfahren werden und nach dem Einklarieren sollen die Boote aufgrund der geringen Anzahl der Stege rasch wieder ablegen und anschließend in den Kanal zum Hafen Fertörakos segeln. Na ja, ist eh schön gegangen, teilweise mit Motorunterstützung. Sven und der Hafenmeister Janos halfen beim Anlegen kräftig mit. Trotz starkem Wind gab es keine Probleme. Franz Pabisch konnte insgesamt 23 Boote (davon 19 Boote vom SCR) und 57 Teilnehmer (davon 48 Gelbkragenschiffer vom SCR inklusive Klaus Prtak) sowie 7 Teilnehmer der Freunde vom Club Yachtsman Austria zählen. Als Gäste waren Hans und Wilhelmine Wotypka herzlich willkommen.

    Um 14:30 Uhr wurden die ersten Hungrigen mit einem von Janos zubereiteten Kesselgulasch versorgt. Einige nutzten die Zeit, mieteten sich ein Fahrrad für eine Fahrt nach Fertörakos, andere gingen zu Fuß in die Ortschaft, eine kleine Gruppe schnapste sich in ein paar Übungsrunden den Sieger aus.

    gemütliches Beisammensein

    gemütliches Beisammensein

    Um 18:00 Uhr verteilte Janos seine Grillspezialitäten und Kurt Schweiger setzte seinen Klangerzeuger in Betrieb. Jetzt begann der gemütliche Teil mit Musik und Tanz, der – wie könnte es bei Veranstaltungen der Gelbkragenschifffern anders sein - äußerst fröhlich verlief und bis weit nach Mitternacht dauerte. Bei Sonnenuntergang holten die Bootseigner die Nationale zur feierlichen instrumentalen und gesanglichen Begleitung ein. Schön haben sie nicht geklungen, manche Stimmen, aber die Begeisterung war spürbar.

    Am 15. August versäumten einige den Sonnenaufgang. Daher setzten manche Bootseigner ihre Nationale etwas später. Ab 8:00 Uhr wurde ohne Katzenjammer gefrühstückt. Bis 11:00 Uhr spielte Kurt zum Frühschoppen und forderte die Anwesenden auf, originelle Witze zu erzählen. Die Witzessammler hörten etlicheNeue, die es galt, weiter zu verbreiten. Mit La Paloma klang der Frühschoppen aus, die Boote wurden zur Heimfahrt bereitgemacht. Klaus Prtak bedankte sich im Namen des YMA für diesen ausgezeichnet organisierten Segelausflug, er will nächstes Jahr wiederkommen. Wir bedankten uns bei Sven Reiger und seinem Team für die hervorragende Organisation und schlussendlich galt der besondere Dank unserem Mitglied, Kurt Schweiger, der mit seiner musikalischen Darbietung so viel gute Laune erzeugt und wesentlich zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen hat.

    Nationale mit Gesang Frühschoppenausklang

    Willkommen, Illmitz!

    Auf Vorschlag von Franz Pabisch waren 10 Bootseigner bereit, nach Illmitz zu segeln, beim YCI unsere Boote zu "parken", und beim Lang in Mörbisch zu essen. Wind NO, ca. 3 Bf. Der Kanal war heute leichter zu passieren, die Zollstation zum Ausklarieren ebenso. Um 14:00 Uhr legten wir beim YCI an. Gesättigt durch die Küche Lang setzten wir Kurs auf Rust.

    Das Fahrtensegeln nach Fertörakos war heuer einsame Spitze. Ja, wenn die Gelbkragenschiffer etwas organisieren und durchführen, dann sind sie immer mit Begeisterung dabei, und der Erfolg ist immer positiv. Die Anerkennung gilt besonders unserem Franz Pabisch, der dieses Fahrtensegeln hervorragend organisiert hatte. Wir wollen dies mit zwei Worten ausdrücken: "Danke Franz!".

            

    Absegeln 2004

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    Heuer fand das traditionelle Absegeln mit einer Geschwaderfahrt von Rust zum Yachtclub Illmitz statt. Der 18. September 2004 war ein stark windiger Tag mit Südwind. Der Wasserstand des Neusiedler Sees war schon auf einen unangenehmen Tiefpunkt gesunken. Aber das konnte unsere Mitglieder des Segelclubs Rust (SCR) nicht entmutigen. 35 Segler meldeten sich mit 12 Booten um 9:00 Uhr im Clubhaus. Franz Pabisch hatte bereits alles organisiert. Ab 10:00 Uhr setzten wir Kurs nach Illmitz. Auf der Kreuz versuchten manche eine kleine Wettfahrt, und prüften damit heuer zum letztem Mal die Fähigkeit ihrer Boote, Höhe zu fahren. Beschwingt erreichten wir den Yachthafen Illmitz, wo uns unsere Freunde begrüßten, die allerdings aufgrund einer Regatta eifrig Vorbereitungen trafen. Der Obmann, Gerhard Ettlinger, überreichte zwei Leibchen als Dankeschön für die gastliche Aufnahme.

    Fahrt nach Illmitz und Leibchenübergabe
    Aufenthalt in Illmitz

    Im Restaurant Lang wurde Mittag gegessen, und dann eine schöpferische Pause eingelegt, in der man plaudere, eine Nickerchen nahm oder sich nur die Sonne ins Gesicht scheinen ließ. Um 14:00 Uhr segelten wir wieder Richtung Rust, wobei einige Crews gleich den Heimathafen direkt ansteuerten. Wir fuhren wie auf Schienen, dieses Mal vor dem Wind. Das war natürlich eine prima Gelegenheit, die Segel in die Position Schmetterling zu setzen.

    So friedlich endete das Absegeln für die Crews zweier Boote nicht. Sie hatten Grundberührung und mussten über eine halbe Stunde kämpfen, bevor sie wieder tieferes Wasser erreichten. Passiert ist nix. Na ja, der Neusiedler See, aber aufregend schön ist er schon.

    Abends, genau um 19:00 Uhr bei Sonnenuntergang holten wir feierlich unsere Clubfahne ein. In gemütlicher Runde beendeten wir "Gelbkragenschiffer" die Saison 2004 und – begannen bereits ein bisschen, Pläne zu schmieden über die Segelsaison nächstes Jahr.

    Rückkehr nach Rust und Fahne einholen

     

    Herbstreise

    Samstag, 25. September 2004: Die Kirchenuhren in Rust zeigten an diesem sonnigen Morgen die siebente Stunde an. Aber die Menschen, die sich schnellen Schrittes über den Campingplatz bewegten, beachteten diesen Zeitpunkt nur, weil genau jetzt der Bus abfahren sollte, und man wollte doch nicht der Letzte sein. Die Sonne schien. Es war sehr frisch. Kleine Gruppen Reiselustiger bildeten sich und lösten sich wieder auf, um sich einige Meter daneben erneut zu bilden. Zwei Ziele hatten sie alle. Das erste Ziel war leicht zu erklären, denn heute fuhr man gen Ungarn. Spannend wird und schön wird's g'wesen sein, morgen àuf'd Nacht. Die zweite Zielvorstellung ist menschlicher: Wie komme ich schnell in den Bus, denn mir ist kalt. Aber nicht alle dachten so. Der Bus kam. Man stieg ein. Das allgemeine und liebevoll beharrliche Besetzen eines Lieblingsplatzes begann, wurde toleriert und – im modernen Komfortreisebus war es wärmer. Franz Reithmayr zählte tapfer dreimal seine Schäfchen, war sichtlich überrascht über das Ergebnis, gab dem Fahrer das Freizeichen. Dieser wiederum gab Gas und mehr als eine Stunde später, nach dem Grenzübergang Heygeshalom, wurde gefrühstückt. Österreich lag hinter uns, vor uns breitete sich erst einmal die Autobahn nach Budapest aus. Wenn 31 Japanerinnen die Damentoilette in der Raststation blockieren – schon erlebt? Aber das ist eine andere Geschichte. Eine Stunde zu früh erreichten wir unser Hotel Rubin im Grünviertel von Budapest: "Bätten noch nicht gemacht, kommen bittäh später". Michael, unser Fahrer und Kenner der Stadt, schaffte Abhilfe, indem er uns ein Mittagessen in einem Restaurant organisierte.

    Um 14:00 Uhr stieg unsere Stadtführerin in den Bus. Dorothea ist eine waschechte Budapesterin, mit österreichischem Akzent. Sie zeigte uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, wir waren alle begeistert von ihrer fröhlichen Art – "gell". Was kann man in ein paar Stunden von Budapest sehen? Eigentlich nicht viel, wenn man alles wissen will. Ein kurzer Überblick sei hier angebracht. Ungarns Hauptstadt ist eine Metropole mit Herz, in der sich Alt und Neu harmonisch vereinen. Die Donau ist die Lebensader von Budapest. Die bekannteste Brücke ist die spätklassizistische Kettenbrücke, die als erste Donaubrücke unterhalb von Regensburg 1849 eingeweiht wurde. Damit waren Pest und Buda zwar nicht de jure, aber de facto vereint. Die Fischerbastei ist der schönste Aussichtspunkt und die bekannte Sehenswürdigkeit der Stadt. Vom Aussichtpunkt auf dem Gellertberg genossen wir die wunderschöne Aussicht über beide Teile der Stadt mit den verschiedenen Donaubrücken und der Margaretheninsel.

    Wir fuhren vorbei an vielen schönen Gebäuden, vorwiegend im Jugendstil, am Stadtwäldchen, den großen Sportstätten, dem Zoologischen Garten, zahlreichen Museen, dem riesigen neugotischen Parlamentsgebäude, das angeblich nach dem Vorbild von Westminster in London gebaut wurde. Unermüdlich informierte uns unsere Stadtführerin über alle Sehenswürdigkeiten und den geschichtlichen Hintergrund. Der schönste der Budapester Plätze ist der Heldenplatz. In seiner Mitte befinden sich zwei halbkreisförmige Kollonaden und eine Statue des Erzengels Gabriel auf einer hohen Säule. Die 1896 anlässlich der Jahrtausendfeier Ungarns gebaute Andrassy ut ist die längste und eleganteste Straße, die Champs-Elysees von Pest. Hier erzählt jedes Gebäude von einer glänzenden Vergangenheit. Im Juni 2002 wurde die Andrassy ut zum Teil des Weltkulturerbes erklärt. Unter der Andrassy ut verläuft die Millenniums-Untergrundbahn. Die ebenfalls in die Liste des Welkulturerbes aufgenommene Metroline 1 war die erste U-Bahn auf dem europäischen Kontinent (1896 gebaut). Um 19:00 Uhr fuhren wir mit dem Schiff ein Stück die Donau hinauf und retour. Dabei genossen wir ein prächtiges Abendessen mit folkloristischen Darbietungen. Es war wesentlich wärmer als in der Früh. Daher konnten wir das Panorama von Budapest vom Deck aus betrachten. Im Hotel saßen wir bis spätabends in der Bar, und ließen den Tag Revue passieren.

    Sonntag, 26. September 2004: Frühstück, Abfahrt um 9:15 Uhr. Michael setzte Kurs Richtung Balaton, erst über die Autobahn, dann entlang der Bundesstraße. Der Balaton, das ungarische Meer, der Plattensee, ist mit seiner 596 km2 großen Fläche und mit rund 200 km Uferlinie der größte Binnensee Mittel- und Westeuropas. Vom Südwesten nach Nordosten erstreckt sich der See über 75 km Länge, seine schmalste Stelle befindet sich bei der Halbinsel Tihany. Die Tiefe des Sees liegt bei 3 Meter bis 11 Meter im Durchschnitt. Das Wasser des Balatons schimmert grün-bläulich. Für manche österreichische Bootseigner ist er der Haussee. Viele aber bevorzugen den wesentlich näher gelegenen Neusiedler See. Wir erreichten die Stadt Balatonfüred und machten hier kurze Rast. Nach Lust und Laune konnten wir die Uferpromenade entlang spazieren.

    Balatonfüred ist seit vielen hundert Jahren für seine kohlensäurehältigen Quellen bekannt. Im 18. Jahrhundert wurde sie zum Heilbad erklärt, der Aufstieg zum Erholungsort des Adels und Großbürgertums begann. Balatonfüred hat sich das Flair von damals erhalten. Das heilkräftige Wasser hilft auch bei Diabetes und Verdauungsstörungen. Seit 170 Jahren findet im Theatersaal jeweils am letzten Samstag im Juli der Anna-Ball mit der Wahl der Schönheitskönigin statt. Die Segelsaison beginnt im Mai mit einer Feier im Hafen. Zwischen dem Hafen und dem Kurplatz befindet sich der Stadtpark, der viele seltene Pflanzen beheimatet. Wir bestiegen die Fähre nach Tihany, fuhren durch eine ausgesteckte Regattabahn des Yachtclubs Balatonfüred, und sahen einige hervorragende Segelmanöver. Vorher, noch an Land, konnten wir beobachten, dass auch am Balaton der Wasserstand sehr niedrig war. Eine Besatzung musste kämpfen, bevor sie ihr Boot aus der Untiefe herausbekam.

    Nach einer halben Stunde erreichten wir den Hafen von Tihany. Tihany ist die einzige Halbinsel, die in den nördlichen Balaton hineinragt. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist die aus dem Jahr 1055 stammende Begräbnisstätte der Familie von König Andreas I., die gleichzeitig auch Kloster war. Nicht einmal die Türken konnten das zu einer Festung umgebaute Kloster erobern. Die beiden 1752 erbauten Türme sind heute das Symbol der Halbinsel. Im Kloster befindet sich die Galerie der Benediktinerabtei. Im Laufe der vulkanischen Tätigkeit bildeten sich Quellkegel und daraus entstanden Aushöhlungen. Einer dieser Quellkegel, die Quelle-Höhle, war für die Tihanyer Burg einer ihrer Bollwerke, die Besatzung benutzte die Höhle zur Trinkwasserbeschaffung.

    Um 13:00 Uhr gab's Mittagessen in der Fogas-Csarda, nicht weit entfernt vom Kloster. Wir waren jetzt hungrig, die Kultur musste warten. Wir bekamen ungarische Speisen und Weine auf der Panoramaterrasse serviert. Dazu hörten wir betörende Zigeunermusik. Nach dem Essen zerstreute sich die Gruppe. Der Großteil wanderte zum Kloster, andere nutzten noch die Gelegenheit für einen Einkauf, denn um 16:00 Uhr wollten wir unsere Heimfahrt antreten. Franz Reithmayr hatte schon lange aufgegeben, seine Leute zu zählen. Das System "Hat jeder seinen Nachbarn?" funktionierte hervorragend. Die Teilnehmer waren pünktlich und außerdem – wir kannten uns. Die Heimreise verlief eher eintönig und manchmal einschläfernd, Schnarchtöne kamen vom Heck des Busses, und weiter vorne beugten sich Köpfe sehr tief nach vorne.

    Man war zufrieden mit sich selbst und mit dem reibungslosen Ablauf der Reise. Witzeerzähler wurden zum Mikrophon nach vorne gebeten. Sie rissen die Gruppe aus dem Schlaf, und so mancher Witzesammler notierte in sich hinein: "Hörst, der ist gut, den merk' ich mir". Die Einreise nach Österreich über Klingenbach verlief problemlos. Die beiden Kirchtürme von Rust grüßten ein "Willkommen daheim". Wir dankten dem Fahrer Michael für die sichere Fahrt. Unser besonderer Dank galt unserem Franz Reithmayr, der sich um die Organisation und um die Durchführung dieser Herbstreise 2004 bemühte. Der Erfolg gab ihm Recht. Es hat sich ausgezahlt, mit unserem Franzi als Organisationsleiter fahren wir wieder – hören wir da richtig "Prag 2005"?

     

     

    Mitgliederversammlung und Cup-Übergabe 2004

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